Frauen in der Führungsebene müssen aufhören fleissig und brav zu sein

Frauen in der Führungsebene müssen aufhören fleissig und brav zu sein

Leider schaffen es noch immer viel zu wenige Frauen von der Manager-Arbeits-Ameise in die wirklich hohen Gefilde. Da reden ganze Nationen von Gleichberechtigung und modernen Arbeitsplätzen und schaut man etwas genauer hin, holt einen die Realität schnell wieder ein.

In’s Top Management kommt oft nur, wer keine Fehlzeiten wegen Kinderbetreuung, ein ausgezeichnetes Beziehungsnetz hat und sich in einer veralteten, grau-melierten Firmenstruktur sanft eingliedert. Zugegeben sind diese Statements sehr spitz formuliert, wahr sind sie dennoch.

Eine Harvard Studie hat das Thema betrachtet und meint, dass Frauen nicht gewillt sind, tägliche Machtkämpfe und Konflikte auszutragen. Das «Gehabe» um Macht und Status lehnen sie strikt ab.

So bleiben zu viele Frauen in der mittleren Führungsstufe hängen.

Dieses Rollenmodell ist stark verbreitet und unterstreicht nochmals, dass viele Frauen lieber unterfordert arbeiten, als zu stark herauszuragen. Womöglich müssen sie um den Arbeitsplatz fürchten, weil sie den Mund aufmachen.

Wer sich als Frau so wohl fühlt, der braucht hier nicht weiterzulesen, denn es ist ja alles gut so wie es ist. Für alle anderen gäbe es durchaus Einiges an Inspiration:

 

  • Selbstreflexion, was möchte ich wirklich karrieretechnisch erreichen, was würde mich glücklich machen

 

  • Pragmatisch am Ziel arbeiten, sich am Verhalten von ‘Vorbildern’ orientieren

 

  • Den Konjunktiv aus dem Vokabular streichen und lernen deutlich und mit Zeitschiene zu kommunizieren

 

  • Sich einen Sherpa Tensing suchen, der einem beim Aufstieg unterstützt

 

  • Fachwissen, Schnelligkeit und Humor

 

Wer fleissig ist, kommt sicherlich weiter im Leben und wer brav und angepasst ist, der wird vom Grossteil getragen, weil er oder besser sie, ja nie jemandem etwas zu leide taten. Wer jedoch dorthin will, wo die Luft dünn ist, wo die Spitze sich befindet, der muss wirklich wollen. Wie heisst es so schön: Machen ist wie Wollen nur krasser!

Genauso verhält es sich im höheren Management. Den Mund aufmachen und mit vorbereiteten Fakten die Anderen verblüffen oder disruptive Ansätze einfach mal in ein Mini-Projekt betten und hinterher die Erfahrung und den Erfolg teilen. Fehlerkultur in der eigenen Verantwortung leben und die Mitarbeiter dabei einbinden und daraus lernen. Sich an knifflige und unangenehme Problematiken herantrauen und über die Erfolge auch «laut» reden. Ja, alles nicht so einfach: klar! Doch wer nie aus seiner Komfortzone steigt, sich mal umsieht, ein bisschen probiert, wird es nie erfahren…dieses Gefühl, es geschafft zu haben!

 

 

Copyright (Bild): danielsampaioneto/pixabay