Heute schon gefailed?

Heute schon gefailed?

Fehlerkultur ist in aller Munde, Formate wie Fuck-up Nights und HR Failure Night erfreuen sich stetiger Beliebtheit und sind ruck-zuck ausverkauft. Warum ist das so und warum brauchen Fehler plötzlich eine Lobby?

Geht es um die Fehler selber – etwa, weil die Führungskraft sich ‚blamiert‘ oder geht es um die Chance, Fehler machen zu dürfen, um davon zu lernen? Ich glaube es ist ein Mix aus beidem. Erstens, Führungskräfte sind heute insbesondere gefordert, Bescheidenheit an den Tag zu legen. Denn: sie wissen heute nicht mehr alles und müssen auf ihr Team vertrauen. Führungskräfte machen sich ‚nahbar‘, wenn Sie eigene Fehler eingestehen und ihr Team einladen, daraus zu lernen.

Zweitens: insbesondere in der digitalen Transformation zählt schnelles Handeln – das hat nicht zuletzt unsere Studie dazu gezeigt. Das bedeutet z. B., dass ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt gebracht wird, ohne zu 120% ausgereift zu sein.

Was dies ermöglicht? Man kann früh den Kunden in das Produkt mit einbeziehen und aus Feedback lernen, anpassen und massschneidern.

Vorteil: das Produkt wird nicht austauschbar und der Kunde ist entsprechend mit motiviert, das Produkt weiter zu entwickeln. Natürlich ist dieser Weg nicht für alle Branchen geeignet, dennoch sollte sich heute jeder Fragen, wie er aus Fehlern lernen kann und das Potenzial für die weitere Entwicklun nutzen kann!