Lifelong Learning: Unlearning und der Frühjahrsputz

Lifelong Learning: Unlearning und der Frühjahrsputz

Gerade mit zunehmendem Alter ist es in der heutigen Zeit enorm wichtig, das eigene Wissen ein Leben lang «frisch» zu halten. In einer digitalisierten Zeit schreibt es sich jedes Unternehmen auf die Fahne, informierte Mitarbeiter zu haben, welche regelmässig auftrainiert werden. Mit anderen Worten: Wer heutzutage im Arbeitsmarkt bestehen will, der muss als Mitarbeiter lernfähig und interessiert sein das eigene Wissen ständig zu erweitern.

Da jedoch das eigene Wissen immer schneller veraltet, ist es wichtig, dass ein Veränderungsprozess im Kopf stattfindet, dort wo die Flexibilität zu Hause ist. Die Bedeutung von «Unlearning» nimmt Raum ein, denn es gilt, Alt-Hergebrachtes auch zu vergessen, da es heute an Wert verloren hat.

Erst wenn verstanden wird, dass alte Glaubenssätze wohl einmal dem Erfolg dienten, heutzutage aber das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie standen, dann findet im Kopf die wahre Evolution statt. Wenn erkannt wird, das alte Überzeugungen uns daran hindern, neue Horizonte zu entdecken.

Das ist nicht einfach, denn der Mensch neigt dazu, Neues was nicht mit dem Bestehenden harmoniert, erst einmal in Frage zu stellen oder gar sofort abzulehnen. Nicht zu unterschätzen ist auch der Fakt, dass genau dieses veraltete Wissen, das die Person karrieretechnisch erfolgreich begleitet hat, jetzt also wertlos sein soll. Das kann für den Einzelnen mehr als kränkend sein und hindert ihn zeitgleich daran, sich für Neues zu öffnen. Der Unlearning Prozess beginnt dann, wenn die Bereitschaft besteht, gewohnte Muster und Handlungsweisen zu betrachten und in Frage zu stellen. Gerade in der heutigen Zeit passieren Fehler und Erfolge sehr, sehr viel schneller als früher. Mit dem bewussten Unlearning wird innerhalb des Lifelong Learnings nichts Anderes gemacht, als aussortiert und alte Zöpfe abgeschnitten um Platz für Neues zu schaffen: Frühjahrsputz!

 

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